Homer and Langley von E. L. Doctorow (5/5)

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  • Gebundene Ausgabe: 219 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (30. Dezember 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 346204298X
  • ISBN-13: 978-3462042986

Homer und Langley
Auf der Grundlage wahrer Ereignisse, entwirft Edgar Lawrence Doctorow in seinem Roman „Homer & Langley“ seine ganz eigene Sicht auf das aufstrebende 20. Jahrhundert.

Im Roman erleben die Brüder Homer und Langley Collyer die amerikanische Geschichte vom ersten über den zweiten Weltkrieg, dem Koreakrieg bis hin zu Vietnam.
Die wirklichen Collyer-Brüder starben 1947.

Die Brüder, aus wohlhabender Familie, haben in New York ein Stadthaus geerbt. Dieses Haus wird zunehmend zu einem Kleinod sozialer Isolation.
Über viele Jahre hinweg sammelt Langley eine enorme Menge an Müll, darunter 25.000 Bücher (davon 2500 juristische Bände), 14 Klaviere (darunter auch einige Konzertflügel), Banjos, Violinen, eine Orgel, ein Signalhorn und ein Akkordeon, zahllose Schallplatten und ein Grammophon und fast 1000 Kilogramm Zeitungen, sowie viele andere Gegenstände. Mit dem Müll füllt er alle Räume des Hauses und legt ein labyrinthisches System aus Gängen mit diversen Fallen und Sicherungsmechanismen an.

Der blinde Homer beginnt, auf Anraten Langleys, gegen Ende des Romans, zum Zeitvertreib, mit dem Schreiben. Die nacheinander einfließenden historischen Ereignisse verhelfen zu einer zeitlichen Einordnung der Episoden.
Homer erzählt die Ereignisse ihres Lebens mit einer beachtenswerten Ruhe und Abgeklärtheit. Ihm fehlt zwar die Möglichkeit Personen und Situationen zu beschreiben, aber durch sensible Darstellungen seiner Sinneseindrücke und deren Darstellung braucht es diese auch nicht.

Aufgrund ihrer bizarren Lebensweise erwecken die Beiden die Neugier der Nachbarn und Boulevard Presse.
Doctorow beschreibt auf wundersame Weise eine nüchterne und bewegende Darstellung der Brüder und dessen Zusammenleben. Er versucht der erfundenen Wahrheit der Boulevard-Presse seine „wahre“ Fiktion entgegenzusetzen.

„Am Ende steht die Erkenntnis, dass auch so bizarre Außenseiter wie Homer und Langley mit der Welt fest verbunden bleiben.“
Eine Robinsonade mitten aus Manhattan, dem dichtesten besiedelten Stadtteil von New York.

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