Er von Linus Reichlin


Gebundene Ausgabe: 274 Seiten
Verlag: Galiani, Berlin; Auflage: 1., Auflage (7. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3869710365
ISBN-13: 978-3869710365

„Das Zentrum des Glücks war die Angst. Unter dem Strich war die Liebe immer Leiden, denn dem Leben verzieh man, das es endlich war, der Liebe nicht.“

Nach 2 Jahren wird Hannes Jensen von seiner geliebten Annick verlassen. Es gab von Anfang an einen Anderen. Sie liebt beide, doch der andere würde den Verlust nicht ertragen und er, Jensen, ihm wäre es doch egal. Und so geht sie mit der gemeinsamen Tochter nach New York. Ein anderer wird nun die ersten Worte seines Mädchens hören. Hinterlassen hat sie ihm den Blindenhund, der wie ein Mahnmal des Verrats an Jensen nagt. Und so verzweifelt nicht nur Jensen, sondern auch der Hund.

Dann lernt er Lea kennen, sie arbeitet in dem Blumenladen in Berlin vor dem er den Hund anbindet und ihn dann vergisst. Als er nach Stunden wiederkommt hat sie den Hund abgebunden und füttert ihn im Laden. Lea und Jensen kommen sich näher. Jensen überlegt nach Berlin zu ziehen, möchte nicht zurück nach Brügge in das gemeinsame Haus von
Annick und ihm. Lea möchte ihm den hund abkaufen für ihre Tochter Toni, und so kommen sich Lea und Jensen schnell näher. Doch irgendwas stimmt nicht, es scheint noch einen anderen Mann zu geben. Und so verzettelt sich Jensen immer mehr in einen Sog aus Eifersucht.

Der Roman wird in zwei verschiedenen Erzählsträngen und verschiedenen Zeiachsen erzählt. Auf der anderen Seite Leas Vergangenheit „Angus“, er sollte mit Lea zwangsverheiratet werden. Lea war mit 17 Schwanger und alle dachten er wäre der Vater. Lea flieht nach Berlin, lässt das Kind abtreiben und kommt erst Jahre später zurück, als ihr Vater schon schwer krank ist. Zusammen gehen sie zum Guga Cull – Lea soll als Akt der Versöhnung mit auf die Jagd und einen Fotoband machen um die Tierschützer zu überzeugen. Doch auf dieser Jagd kommt alles anders. Angus erkennt, wer damals der Mann war der Lea geschwängert hatte. Angus wird getrrieben von Eifersucht und Scham, so entsteht ein Foto das niemals gezeigt werden darf und es gibt einen Unfall.

Jahre Später laufen die Stränge zusammen und ein weiterer Unfall geschieht.

Linus Reichlins neuer Roman ist noch weniger ein Krimi, als seine Vorgänger „Sehnsucht der Atome“ und „Der Assistent der Sterne“. Im Zentrum des Buches geht es um Angst, Liebe, Vertrauen und Eifersucht.
Anders als im vorgängerbuch hat es Linus Reichlin nicht geschafft mich mit der gleichen Intensität ins Buch zu ziehen. Die Sprache ist eher beiläufig, die gewählten Sätze spärlich ausgeschmückt, es gibt weniger Wortspielereien als man es gwohnt ist. Die Figuren und Characktere wirken eher nüchtern. Sie wirken alles etwas zu verängstigt, zu verliebt, zu gewollt. Jensen in ständiger Eifersucht, Angus in ständiger Angst, für mich einfach to much.
Alles in allem eher ein schlechter dritter Teil. Nach dem doppelt prämierten Roman „Der Assistent der Sterne“ sicher kein leichtes unterfangen so daran anzuknüpfen.
Das Cover trifft für mich keine Aussage, keine Ahnung was das bedeuten soll. Und der Buchtitel „Er“ ist für mich mit Abstand der schlechteste des Jahres.

Dennoch solltet ihr unbedingt die Vorgänger lesen!!!

         

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2 Kommentare zu “Er von Linus Reichlin

  1. Linus Reichlin…*grübel*…den Namen hab ich doch schon mal gehört….*grübel*…Ich muss mal in meinem Kopf kramen…Moment, ich glaub ich habs…Ja, war grad mal gucken. Er hatte eine Kurzgeschichte in einem Buch geschrieben. Eine ziemlich komische Kurzgeschichte. Ich habe sie nicht verstanden…Ich erinnere mich auch, dass du sagtest, er hätte durchaus kluge und gute Stories geschreiben. Gut, werd ich mal „die Sehnsucht der Atome“ ausprobieren. Das nächste Bibliotheksbuch, sollte meine Bib es haben…Ich berichte!

    • …ich fand „Der Assistent der Sterne“ am besten bisher. da stecken immernoch über 20 Post its im Buch. Ein toller Satz nach dem nächsten…
      Lass dich dann aber von dieser Annick-Schrulle nicht nerven und konzentriere dich auf Jensen, es lohnt sich .-)

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