Zwei an einem Tag von David Nicholls


  • Gebunden: 560 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (14. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453811844
  • ISBN-13: 978-3453811843
  •  

    Eine andere Dimension der Liebe, denn was Sie hier lesen ist kein Liebesroman.

    David Nicholls nimmt uns in einem Zeitraum von 19 Jahren mit auf die Reise zu Dexter und Emma, das sind die Protagonisten in diesem Roman.
    Wir lernen sie , gerade als sie ihren Abschluss in Englisch und Anthropologie gemacht haben, kennen. Das ist auch genau der Tag an dem die beiden sich näher kommen und Freunde werden. Es war der 15 Juli 1988, sie waren gerade 20 Jahre alt.
    Ein bisschen lässt uns der Roman an Harry und Sally denken und doch ist dieser Roman ganz anders.

    Dexter, gutaussehender Sohn aus vermögendem Hause mit mittelmäßigem Abschluss in Anthropologie, ist ein Experte im aufreißen von hübschen Frauen. Berufliche Ambitionen hat er dennoch keine und will sein junges Leben genießen
    Er begibt sich nach dieser gemeinsamen Nacht, in der nichts passierte außer reden und küssen, auf Weltreise.
    Emmas Arbeitsleben beginnt mit einem Tiefschlag, einem Job als Kellnerin bei einem ekligen Billig-Mexikaner. Sie fühlt sich todunglücklich und von der Welt missachtet.
    Eigentlich will sie Lehrerin werden und Romane schreiben.

    „Hier begann alles.
    Hier, an diesem Tag, fing alles an.
    Und dann war es vorbei. „So. Bis bald also“, sagte er und ging langsam rückwärts.
    „Das hoffe ich“, sagte sie lächelnd.
    „Ich auch. Tschüss Em“
    „Tschüss Dex“
    „Wir sehen uns“
    „Machs gut. Tschüss“

    So beginnt der Roman und so endet er.
    Der Autor hat in 23 Kapiteln das Leben der beiden, weder kitschig noch poetisch erzählt, sondern geradlinig und konsequent.
    Was sich am Anfang noch sehr lustig liest, wird zum Ende hin immer ernster und hat durchaus auch sehr traurge Einblicke in das Leben der beiden.

    Und jetzt würde ich euch gern noch entführen, zu Platons Kugelmenschen. Irgendwie passend, wie ich finde.

    Platons Kugelmenschen
    Eines Tages wurde es den Göttern am Olymp langweilig und sie beschlossen, ein Ebenbild von ihnen zu schaffen. Dieses sollte sie amüsieren und ihnen Abwechslung in die Ewigkeit bringen.
    So formten die Götter also ein Ebenbild von ihnen, mit einer großen Ausnahme: Von all den Eigenschaften die jeder einzelne besaß, nahmen sie nur das Beste: Die Gerechtigkeit der Athene, die Güte von Hera, die Liebe der Aphrodite, die Größe des Zeus, usw.
    So schickten sie diese Kugelmenschen, die mit 4 Armen, 4 Beinen, 2 Köpfen, 2 Herzen ausgestattet waren, den Olymp herab, um auf der Erde, auf Mutter Gaia, Leben zu führen. Doch bald merkten die Götter, dass der Kugelmensch zu perfekt war. Er machte keine Fehler, wie die Götter es bisweilen taten, er stritt auch nie, wie das die Götter des Öfteren taten. Davon beängstigt, dass diese Leben die Götter, deren Schöpfer, einst überflügeln würden, selbst diese töten, wie es einst Zeus mit seinem Vater Chronos, und dieser mit seinem Vater Chaos tat, so trafen die Götter wieder zusammen, um einen Entschluss zu fassen. Der Kugelmensch, das Wesen, welches sie geschaffen hatten, sollte fortan nur noch als Hälfte umherirren und das ganze Leben mit der Suche nach seiner anderen Hälfte verbringen müssen.

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    2 Kommentare zu “Zwei an einem Tag von David Nicholls

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