Preis der Leipziger Buchmesse 2010

Seit dem Jahr 2005 wird jeweils am ersten Buchmessetag in der Glashalle – mitten im Messetrubel – der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen. Die Auszeichnung, welche mit insgesamt 45.000 Euro dotiert ist, wird von einer siebenköpfigen Jury zu gleichen Teilen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Essayistik sowie Übersetzung verliehen. Anspruch der Jury ist es, herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen zu ehren, womit der Preis unmittelbar an das Konzept der Leipziger Buchmesse als Forum für Autoren und Literaturvermittlung anschließt. Unterstützt wird der „Preis der Leipziger Buchmesse“ durch den Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin (LCB).

In diesem Jahr gab es viel Aufregung um den diesjährigen Preis.
Schuld daran, der Roman der 17 jährigen Helene Hegemann und dessen Roman „Axolotl Roadkill“.
Dabei ist sie nur ein Kind unserer Zeit.
Sie passt in diese Welt und fügt sich wie ein Puzzleteilchen in ihren Platz.
Gepusht, gehypt, nominiert, verbraucht.
Dafür aber ein gut verkaufter Roman, man glaubt fast – den hohen Preis dafür zahlt sie gern.
Ich frage mich wer kauft das und warum liest man so einen Roman?
Es funktioniert. Das ist der Spiegel unserer Gesellschaft.

Nie war der Preis öffentlicher in den Medien.
Helene Hegemann hat sich aus dem in Buchform gebrachten autobiografische Blog des Berliners Airen „Strobo“ für ihren Debütroman „Axolotl Roadkill“ kräftig bedient.
Für mich ein bitterer Beigeschmack der diesjährigen Messe, eigentlich braucht es den Wirbel nicht.

Erleichterung? Oder genug des Skandals?
Denn nicht die als Plagiotorin gefeierte Helene Hegemann hat den Preis gewonnen, sondern Georg Klein mit „Roman unserer Kindheit“
Der „Roman unserer Kindheit“ spielt in einem Neubaugebiet am Rande von Augsburg in den sechziger Jahren. In seiner Rede dankte Georg Klein auch jenen, „die als Figuren in den Roman eingegangen sind, aber nicht mehr unter den Lebenden weilen. Es bedarf für den Roman auch der Gunst der Toten“.

Leseprobe zu Roman unserer Kindheit

Georg Klein wurde 1953 in Augsburg geboren. Seinen ersten Roman, „Libidissi“, veröffentlichte er 1998. Im Jahr 2000 gewann er den Ingeborg-Bachmann-Preis. Weitere Romane sind „Barbar Rosa“, „Die Sonne scheint uns“ und „Sünde Güte Blitz“. Daneben veröffentlichte er die Erzählungsbände „Anrufung des blinden Fisches“ und „Von den Deutschen“. Georg Klein lebt mit seiner Familie in Ostfriesland.

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