Rico, Oskar und das Herzgebreche von Andreas Steinhöfel ***** (5/5)

Rico ist ein bisschen wie Forest Gump, nennt sich aber selbst Tiefenbegabt. Er ist sehr liebenswert und gnadenlos ehrlich. Er sagt was er denkt und manchmal platzen Fragen aus ihm heraus die ihm danach furchtbar peinlich sind. Er hat ein besonderes Talent, eine Gabe: er ist ein guter Beobachter und Geschichtenschreiber.

Nachdem er im ersten Roman „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ mit Oskar einen Kriminalfall gelöst hat, sind die beiden jetzt beste Freunde.
Nachdem Rico wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurde, er hatte eine ziemlich starke Gehirnerschütterung, trifft er endlich Oskar wieder. Oskar war die letzten zwei Wochen in Dänemark, so konnte er Rico also nur einmal besuchen.

Oskar sieht etwas komisch aus und ist hochbegabt. Er trägt, anders als im ersten Teil, eine große Sonnenbrille. Er ist sozusagen Inkognito unterwegs. Da die beiden den Entführer Mister 2000 überführt haben war natürlich die gesamte Berliner Presse hinter ihnen her.

Neuerdings wohnt Oskar auch bei Rico, es sollte eigentlich nur eine Nacht sein, aber plötzlich ist sein Vater verschwunden. Ein Zettel in der Reisetasche die Oskar vor der Tür fand stand nur dass er etwas Abstand brauche.
Wir erinnern uns; Oskar lebt nur mit seinem Vater in ziemlich ärmlichen Verhältnissen. Seine Mutter ist abgehauen als er noch ganz klein war.
Oskar ist also zu Recht tieftraurig! Aber warum ist Ricos Mama so traurig und warum hat sie ständig diesen „Ganz weit weg Blick“ drauf? Warum sammelt der Fitzke Steine und warum läuft er plötzlich nur noch schnicke in einem neuen Anzug rum? Und warum hat sie beim Bingo geschummelt.
Rico und Oskar vermuten einen weiteren Fall den sie lösen müssen, wieder passieren ungewöhnliche Dinge. Sie vermuten das Ricos Mama erpresst wird.
Mann. Mann, Mann. Wieder mal keine Ruhe.

Für diesen Roman empfiehlt es sich unbedingt auch den ersten Teil zu lesen. Der zweite Teil knüpft direkt an den ersten an, es sind gerade mal 2 Wochen vergangen.
Wieder ist es Andreas Steinhöfel gelungen eine Geschichte um Freundschaft, Liebe, Vertrauen zu spinnen. Auch wenn das Leben nicht immer einfach ist und man ganz allein dasteht, hat man dennoch seine Freunde die zu einem stehen.
Die beiden Hauptfiguren sind wieder wunderbar ausgearbeitet, aber auch die Nebenfiguren erwachen zum richtigen Leben.
Gekonnt zeigt Steinhöfel wie die kleinen Kinderseelen schon mit dem Leben zurecht kommen müssen. Verlust ist auch ein tragendes Thema, wie auch das erwachsen werden.
Das Buch kann man ohne weiteres ab einem Alter von 10 bis 110 Jahren lesen. Der Schreibstil ist kindgerecht, flüssig geschrieben und wunderbar leicht zu lesen.
Erwachsene wie ich werden wie Kinder auch gleichermaßen Spaß an diesem Buch finden.
Es ist mit sehr viel Humor geschrieben, aber auch die Traurigkeit hat einen Platz in diesem Buch.
Die Illustrationen kommen wieder von Peter Schössow, der unter anderem für die Sendung mit der Maus gearbeitet hat.
Er führt auch wieder sein kleines Lexikon, hier notiert er sich Fremdwörter und erklärt diese. Der Zusatz im ganzen Buch verstreut ist so süß beschrieben das man oft schmunzeln muss.

Am Ende wartet auf Rico eine große Überraschung, aber ich verrate nichts.
Sicher ist wahrscheinlich nur das es eine Fortsetzung geben wird. Ich freue mich drauf.

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Ein Kommentar zu “Rico, Oskar und das Herzgebreche von Andreas Steinhöfel ***** (5/5)

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