Haga Zussa. Die Zaunreiterin von Anita Pichler ***** (4/5)

Dieses kleine Büchlein erzählt die Geschichte einer Frau, die sich mit dem Verteilen von Fragebögen ihr Geld verdient. Dadurch betritt sie die unterschiedlichsten Wohnungen und in einer trifft sie auf eine alte Bekannte, was sie gedanklich in ihre längst verdrängte Vergangenheit zurückführt.
In der Eingangsszene stellt die Ich-Erzählerin bestürzt fest, dass der Schlüssel zu ihrer Wohnung nicht mehr schließt. Sie ist ausgeschlossen, und kann ihre Wohnung nur noch durch das Schlüsselloch betrachten.

Die Fragebögen mit denen sie von Wohnung zu Wohnung zieht werden nicht näher beschrieben und auch die Institution für die sie arbeitet bleibt ungenannt.
Die Autorin folgt keiner chronologischen Reihenfolge und so dünn dieses Buch auch ist fordert die Autorin alles von ihren Lesern. Hohe Konzentration ist hier wichtig um der Autorin folgen zu können.
Sprachlich ein sehr hochwertiges Werk.

„Haga Zussa“, ist eine Gestalt aus der Sagenwelt, eine Grenzgängerin, übersetzt als „die Zaunreiterin“ – eine, die mit einem Fuß drinnen und mit einem Fuß draußen ist, in dieser und in jener Welt.

 

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