Neuzugänge

Diese Woche bei mir eingezogen :

Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert” von Trixi von Bülow

Als ich das erste Mal durch die leer geräumte Wohnung ging und mich mit einem Glas Wein probeweise in jedes Zimmer setzte, war das Gefühl der Erleichterung übermächtig. Ich war erleichtert, dass es vorbei war, erleichtert, dass ich wieder Luft zum Atmen hatte, erleichtert, dass niemand mehr da war, der mein Zuhause in eine arktische Klimazone verwandeln konnte. Ich riss alle Fenster auf, setzte mich in den Fensterrahmen meiner Küche und blickte hinaus. Draußen im Hof zwitscherte ein kleiner Vogel. Ich nahm einen Schluck Wein, zündete mir eine Zigarette an und blinzelte in die blasse Januarsonne. Alles auf Anfang, dachte ich. Doch so einfach ist das nicht mit dem Anfangen.”
Friederike Berger, starke Frau aus Notwehr, seit 365 Tagen ohne Mann und mit ebenso vielen Selbstzweifeln wie Sehnsüchten, hat eine kleine Tochter, die jede Nacht mit Kuscheltier Robbie in ihr Bett wandert, einen schlecht bezahlten Lektorenjob bei Best & Seller, fünfzehn Jahre Ehe hinter sich und ihren vierzigsten Geburtstag vor sich, als ihre Freundin sie überredet, gemeinsam für ein paar Tage ans Meer zu fahren. Zwischen ganz alltäglichem Wahnsinn und dem Wunsch, doch noch einmal das Glück zu finden, entspinnt sich eine mitreißende, manchmal traurige, zutiefst komische und lebensnahe Liebesgeschichte mit überraschender Wendung.

Aberwitzige Abenteuer 02. Lucy Sky auf hoher See” von Paul Stewart

Corby Flood und ihre Familie nehmen an einer Kreuzfahrt teil. Außer ihr scheint aber keiner zu merken, dass auf dem heruntergekommenen Schiff nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Bald kommt Corby einem verdächtigen Geheimbund auf die Spur. Kann sie deren Geheimnis lüften, bevor es zu spät ist…?

Wie viele Elefanten wiegt ein Blauwal?: Nützliche Antworten auf Fragen, die niemand stellt” von Marcus Weeks

Ein Blauwal ist groß – aber wie groß? Wie viele Eiffeltürme ist der Mount Everest hoch? Wie viele Olympiaschwimmbecken fasst ein Supertanker? Wie viele Posaunen erzeugen denselben Lärm wie ein Donnerschlag? Höher, größer, schneller – und origineller: Humorvoll und kenntnisreich geschrieben, fesselt Wie viele Elefanten wiegt ein Blauwal? den Leser mit reich bebilderten Betrachtungen über Flächen, Höhen, Gewichte, Geschwindigkeiten und vieles mehr. Noch nie hat Messen so viel Spaß gemacht!

Neuseeland” von Hans Klüche

Es ist das Wunderland am anderen Ende der Welt und es überrascht nicht, dass hier die grandiosen Landschaftsaufnahmen für die Filmtrilogie »Herr der Ringe« entstanden: majestätische Naturbilder von unerhörter Vielfalt. Während Gletscher, Regenwälder, Fjorde und Palmen vornehmlich auf der Südinsel zu finden sind, gibt es auf dem nördlichen Eiland die hinreißende Bay of Islands, die zischenden Geysire bei Rotorua und den nicht enden wollenden Ninety Mile Beach. Ganz zu schweigen von der Kultur der Maori, Walen, Seelöwen und Neuseelands Nationalvogel, dem Kiwi. Mit einem Wort: Hier kommt jeder auf seine Kosten, insbesondere auch Individualisten, die eigene Abenteuer suchen. Das DuMont Reise-Handbuch »Neuseeland« widmet sich den fast unberührbaren Landschaften des Landes, präsentiert die besten Touren und gibt eine Fülle von Tipps für Aktivitäten und besondere Erlebnisse sowie zahlreiche Hintergrundinformationen.

Life sucks oder Wie ich Miss Mabel entführte” von Natale Ghent

Das Beste kommt oft unverhofft! Freundschaft, Freiheit, Mutigsein.
Das Leben ist manchmal einfach zum Kotzen, findet Sioux. Irgendwer hat ihren Namen in den Jungstoiletten an die Wand geschmiert und ausgerechnet der nervige Todd muss sich in sie verlieben. Ihr Schwarm Darren dagegen nimmt Sioux nicht einmal wahr. Zu allem Überfluss lernt sie dann auch noch die verwirrte alte Miss Mabel kennen, die glaubt, dass sie ihre Tochter sei. Zuerst ist Sioux alles andere als begeistert, doch dann überrascht sie sich selbst. Denn als Miss Mable sich in ihrem neuen Pflegeheim kreuzunglücklich fühlt, hat Sioux eine verrückte Idee. Ein Roadmovie, verrückt wie das Leben – warmherzig und witzig. Schafft die Gratwanderung zwischen leicht und anspruchsvoll.

Der Assistent der Sterne von Linus Reichlin ***** (5/5)

Roman
Verlag Galiani Berlin
384 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Preis: € 19,95 (D) / sFr 33,90 / € 20,60 (A)
ISBN 978-3-86971-003-7

Eine ganz neue Dimension, ein philosophisch – physikalischer Krimi.

Ist das, was geschieht Schicksal?
Hat man sein Schicksal in der Hand, oder kann man Fremdbestimmt werden?

Horrortrip nach Island:
Hannes Jensen ist pensionierter Polizist und kann sich endlich seinem Hobby widmen: der Physik.
Jensen wurde von seinem Volkshochschuldozenten De Reuse zu einem Seminar nach Island eingeladen.
Kurz vor seiner Islandreise wird Hannes Jensen von Lulumbo, einem afrikanischen Hellseher, Feticheur und Schamanen aufgesucht. Lulumbo warnt Jensen vor einer Frau. Er darf mit dieser Frau nicht in Kontakt kommen. Jensen denkt sich aber nichts dabei, hält Lulumbo sogar für verrückt.

In Island angekommen, ist alles anders als erwartet. De Reuse entpuppt sich als egozentrisch, herrisch und verrückt. Die Unterkunft ist eine Bruchbude ohne fließend Wasser, mitten in der Wildnis.
Mit dabei De Reuses Freundin, Ilunga Lukasi, und ein weiterer Seminarteilnehmer.
Gleich einer Flucht entkommen Jensen und Ilunga Lukasi aus De Reuses Fängen. Dieser machte kein Geheimnis daraus, dass er Lukasi umbringen wollte.
Sich selbst und Ilunga vor dem sicheren Gletschertod und dem irren Physikprofessor zu retten, setzt eine Kette von Ereignissen in Gang.

Die verhängnisvolle Affäre:
Sie verbringen eine gemeinsame Nacht im Hotel und schlafen miteinander. Ein einziges Mal, dann sollen sich ihre Wege für immer trennen.
Was bleibt, ist ein Biss – den Lukasi Jensen verpasst hat.

In Brügge, seiner Wahlheimat, wartet die blinde Annik, seine Freundin. Annik bekommt ein Kind von Jensen. Sie kann sich aber nicht entschließen mit Jensen zusammen zu sein. Auch ob sie das Kind bekommen sollen, ist noch nicht sicher.
Ihr diesen Fehltritt zu gestehen, hält er für keine so gute Idee und so versucht er durch einen Schal den längst entzündeten Biss zu verstecken.
Außerdem hat Annik im Augenblick andere Probleme, in die sie Jensen nach seiner Rückkehr einweiht: Ihrer besten Freundin geht es nicht gut. Ein afrikanischer Wahrsager hat ihr verkündet, dass ihre einzige Tochter von einem Mann ermordet werden soll, der ein Mal am Hals träg.
Die Verkettung der Ereignisse nimmt hier ihren weiteren Verlauf. Die Geschichte verstrickt sich immer mehr.

Das hört sich alles merkwürdig an, teilweise ist es das auch. Doch für Leser des Metaphysischen und Geheimnisvollen ist der „Assistent der Sterne“ deshalb so lesenswert, weil Linus Reichlin mehr kann, als nur Wissen aneinander reihen.
Reichlin zeichnet wundervolle Figuren und konstruiert einen spannenden Spannungsverlauf.
Die Sprache ist gewitzt und aberwitzig arrangiert, der Autor verzaubert mit seinen Sprachtalent. In meinem Exemplar des Buches steckt ein Post-it nach dem anderen.

Sätze, durch perfekt gewählte Worte, die einen tief ins Buch ziehen. Dennoch ist die Sprache eher beiläufig, denn in den Charakteren seiner Figuren stecken Geschichten voller Leben.
Neben den physikalischen Wortspielereien hat mich auch die Philosophie in diesem Buch beeindruckt.