Buchmonat Oktober 2011

Ein wunderbarer Lesemonat

Gelesen:

Und in mir der unbesiegbare Sommer von Ruta Sepetys *5/5
Lina ist 15 als sie mit ihrer Familie aus Litauen deportiert wird.  Von einer Minute auf die Nächste ist das Leben was sie bisher kennt vorbei. Nach dem Sommer sollte sie auf die Universität und Kunst studieren, und nun sitzt sie in einem Viehwagon auf dem Weg in ein ungewisses Leben.
Ruta Sepetys hat hier einen gut recherchierten Roman geschrieben, der berührt  und aufklärt!
kaufen

Hundert Jahre ungeküsst von Gabriella Engelmann *4/5
Gabriella Engelmann hat es geschafft, mich auch mit ihrer zweiten Adaption der  Gebr. Grimm Märchen zu faszinieren. Der Titel verrät es schon, es geht um  Dornröschen. Diese Rolle bekam die bezaubernde Protagonistin Rosalie Dorn. Eine wundervolle Adaption in die Neuzeit – gut durchdacht und konsequent  durchgezogen.
kaufen

Rabenliebe  von Peter Wawerzinek *4/5
Das biografische Werk des Bachmann – Preisträgers.
Der Schreibstil ist nicht ohne und wechselt sehr oft vom normalen Erzählstil in  niedergeschriebenen Aufzeichnungen alter Volkslieder. Harter Tobak und nicht leicht zu verkraften. Seine Mutter hat Peter Wawerzinek  mit der Schwester im Osten sitzen lassen und ist geflüchtet, so beginnt eine Odyssee durch Waisenhäuser und Adoptivfamilien.
Seine Schwester lernt er erst sehr viel Später kennen. Und für das Treffen mit  seiner Mutter muss er erst 50 Jahre werden.
kaufen

Viel Lärm um Nichts: neu erzählt von Barbara Kindermann  mit Bildern von Almud Kunert *5/5  Reihe Weltliteratur für Kinder
Viel Lärm um nichts wird in diesem Band der Reihe „Weltliteratur für Kinder“  von Barbara Kindermann flott und mit viel Sinn fürs Original wiedergegeben. Almud Kunerts zauberhafte, hervorragende Bilder erwecken Shakespeares Verwirrspiel um Liebe und Kabalen zu neuem Leben.
kaufen

Rico, Oskar und der Diebstahlstein von Andreas Steinhöfel *5/5
Endlich ging es weiter mit Rico und Oskar. Und wieder erwartet uns ein neuer  Krimi.  Nachdem Fitzke gestorben ist und Rico seine Steine geerbt hat geht es nur noch drunter und drüber und plötzlich sind die beiden  ganz allein an der  Ostsee. Für mich der beste Teil der Serie, weil dieses Buch sehr viel Tiefgang  hat. Steinhöfel hat sich psychologisch sehr weit aus dem Fenster gelehnt – was ihm aber wunderbar geglückt ist.
Es bleibt nur zu hoffen, dass noch ganz viele Teile mit diesem reizenden Gespann erscheinen.
kaufen

Das Känguru Manifest von Marc Uwe Kling *4/5
Sie sind wieder da!
Marc-Uwe Kling nimmt mit Wortwitz Wirtschaft, Politik und Gesellschaft auf  sprachlich hohem Niveau auf die Schippe. Dies schafft er indem er das Känguru als Sprachrohr benutzt.
kaufen

Das Erbe des Zauberers von Terry Pratchett  *5/5
Mein erstes Buch von Pratchett (man mag es kaum glauben) und das erste Buch des Hexen Zyklus.
Pratchett nimmt gekonnt den Geschlechterkampf auf die Schippe. Mädchen haben  Hexen zu sein und den Männern ist es vorbehalten Zauberer zu werden. Aber nicht  mit Oma Wetterwachs, da hat sich die unsichtbar Universität mit der falschen
Hexe angelegt.
kaufen

Insgesamt 1786 gelesene Seiten

Buchzugänge: 20

Wie war euer Lesemonat? Mich würde natürlich auch brennend interessieren ob ihr Pratchett schon gelesen habt und wie ihr seine Bücher findet.
Freue mich über eure Kommentare.

Mein Tag 1 der Frankfurter Buchmesse

…stand ganz im Zeichen des Schlenderns.
Heute habe ich es mir gekönnt, ganz ohne Termine, in den Hallen zu schlendern.
Bei 3Sat 2 1/2h Stunden zu sitzen, Zoran Drvenkar, Janne Teller und Perter Wawerzinek zu treffen und mit ihnen zu plaudern. Ganz besonders hat mir hier das Gespräch mit Zoran gefallen. 
Er hat einiges über seinen neuen Thriller “Du” erzählt – ich besitze nun also Hintergrundwissen, das ich auch gern mit euch teile.
Als er vor 1 1/2 Jahren  von der Leipziger Buchmesse nach Hause fuhr, stand er über 4 Stunden im Stau – noch es schneite. Und wer den Anfang des Thrillers kennt, der weiß, was er dort eingebaut hat. Zoran selbst sagt, es wäre, als sei er selbst ausgestiegen und wäre zu den 26 Autofahrern ins Auto gestiegen.
So hab ich auch erfahren, dass “Du” eigentlich “Süsse Schlampen” hätte heißen sollen. Aber hier hat der Verlag einen Rückzieher gemacht. Evtl. so meine ich, hätte der Titel zu viel verraten – denn ich weiß nun mehr als mir lieb ist, da ich das Buch ja noch nicht fertig gelesen habe.

Aber auch Peter Wawerzinek hat etwas über seine Kindheit und der Zeit der Mutterfindung erzählt. Hier gab es ebenso andere Titelwünsche – aber Wawerzinek ist froh über die Titelwahl.

Bilder und Videos, meine Lieben, werden erst morgen online gestellt. Der Tag war nun doch etwas länger, als erwartet und morgen stehen einige Interviews mit Autoren an.
Darunter Gernot Gricksch, Georg Herderer, Bernhard Aichner und und und.

Lasst euch überraschen….

Bachmannpreis – Shortliste – deutscher Buchpreis 2010…?

 

2010 – ein erfolgreiches Jahr für Peter Wawerzinek und für den Galiani Berlin Verlag.

Anfangs sah es für mich gar nicht danach aus, das er mit seinen literarischen Werk “Rabenliebe” die kritische Fachwelt der Bachmann – Jury überzeugen könnte. Und dann hat er nicht nur die Fachwelt, sondern auch noch das Puplikum erreicht und begeistert.

 

 

Inzwischen lese ich seinen Roman auch schon und bin ganz erschlagen.
Aber was habe ich eigentlich erwartet? Einen “leichten” Roman über den Verlust der Mutter, der Kinheit als Heimkind und dem langen Weg der Mutterfindung? Aber ich habe mich schnell wieder gefangen und habe mich eingalassen auf den Roman von Peter Wawerzinek.

Der Autor erzählt sehr bildhaft, der Roman ist durchsetzt mit Kinderreimen und Volksliedern, sowie poetischen Versen die er gerade so einbindet wie es ihm gefällt. Dennoch ist es immer passend und fügt sich in den Text fließend ein. Pressemeldungen von verlassenen, verwahrlosten und nach misshandlungen verstorbenen Kindern trennen die Kapitel und Erlebnisse des jungen Wawerzinek.

Peter Wawerzinek legt so viel Gefühl in dieses Buch. Ich kann es euch wirklich sehr empfehlen. Die ausführliche Rezension folgt nach Beendigung der Lektüre.

Nibbles = Neues im Bücherregal

Da ich euch ja  nun schon ein paar Bücher unterschlagen habe und selbst nicht mehr weiß was alles gekommen ist, wieder mal eine Ausgabe von “Nibbles”

Vom Galiani Verlag Berlin bekam ich “Rabenliebe” von Peter Wawerzinek und “Die Stille nach dem Gesang” von Katharina Döbler.
Vielen Dank dafür!

Vom Beltz & Gelberg Verlag kam Trix Solier von Sergej Lukianenko.

Und ich habe “Die Leinwand” von Benjamin Stein-  bei Philipp gewonnen, signiert.
Danke!!!!!
Eine Rezension gibt es schon –> hier und –> hier

             

Peter Wawerzinek erhält Bachmannpreis

Was bin ich glücklich das mein Favorit auch der Favorit der Jurymitglieder war. Dennoch musste er sich bei einer Stichwahl gegen den Text von Dorothee Elmiger durchsetzen. Es waren also zwei Wahldurchgänge nötig um den Gewinner zu kühren. Und auch der Publikumspreis ging an Wawerzinek.

Bachmannpreis 2010 Tag 3

SAMSTAG 26. JUNI 

10.00 – 11.00 Uhr: Peter Wawerzinek
11.00 – 12.00 Uhr: Iris Schmidt
12.00 – 13.00 Uhr: Christian Fries
13.00 – 14.00 Uhr: Verena Rossbacher

Tag 3 brachte wieder einige Favoriten, auch meinen. Peter Wawerzinek mit einem Auszug aus “Rabenliebe”
Wawerzinek hat super gelesen und mich damit noch mehr eingenommen. Das meint auch das Jurymitglied Hildegard Elisabeth Keller, ”Unerhört gewonnen” habe der Text durch das Vorlesen, sagt sie. Dennoch wurde hitzig disskutiert und nach einerm sehr belehrenden Vortrag von Meike Feßmann traute sich keiner mehr recht seine Meinung zu sagen. Spinnen zog seinen Beitrag zurück, einzig Fleischanderl blieb bei ihrer Bemerkung “Der Text schramme hart am Kitsch vorbei”.
Auf Wawerzinek folgte die deutsche Autorin Iris Schmidt mit dem Text “Schnee”. Ihr Text, von der Jury als “Kafka-Abklatsch” und “Stephen King für Arme” verrissen. Dem mag ich nicht zustimmen. Es ist ein sehr ruhiger Text und man muss sich drauf einlassen.
Christian Fries Text “Hutmacher, privat” brachte das Publikum zum Lachen – die Jury fungierte jedoch als “Spaßbremse” (Winkels) und fand es teilweise gar nicht komisch.
Verena Rossbacher ging mit dem Romanauszug “schlachten” (sic!) als Letzte an den Start.