Die Eiswolf-Saga: Brudermord von Holger Weinbach ***** (4/5)

Broschiert: 300 Seiten
Verlag: Acabus Verlag; Auflage: 2. Aufl. (4. Februar 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3941404393
ISBN-13: 978-3941404397
Preis: 15,90 €

Ein Angriff auf die Greifburg mitten in der Nacht, verändert das Leben aller auf dieser Burg.
Graf Farold und Gräfin Sigrun werden getötet, einzig der kleine Sohn kann fliehen.
Von seiner Mutter auf ihre vertrauensvolle Stute gesetzt, jagt sie beide davon und wird nur Sekunden später ermordet.
Es sieht ganz so aus als hätten die gefürchteten Nordmänner den Übergriff begangen, aber hinter all dem steht der Bruder des toten Grafen, Rurick. Dieser war nie zufrieden mit seiner ihm zugedachten Position und seinem kleinen Landsitz.
Vorerst wird er jedoch nur Sachverwalter, weil die Umstände des Angriffs und der verschollene Sohn des Grafen Farold, Rogar, Fragen aufwerfen.
Brandolf, ein treuer Vasall des Grafen Farold, kann noch einige Worte mit dem Grafen wechseln bevor er stirbt. So erfährt er, dass es eine Falle war und erkennt wenig später, dass diese von Rurik gelegt wurde. Er schwört am Lager des Toten Rache und ihm gelingt die Flucht vor Rurik.
Indes wird Rogar von einem Kellermeister des naheliegenden Klosters gefunden und vertrauensvoll in die Hände des Abtes gelegt. Dieser erkennt gleich den Sohn des ehemaligen Grafen in Rogar und als der Junge sich an nichts erinnern kann, traumatisiert durch die Vorfälle auf der Burg, handelt der Abt.
Fortan wächst Rogar unter falschen Namen als Novize im Kloster auf.

Der Autor Holger Weinbach fesselt mit seinem historischen Roman, der um die Zeit 949 nach Christus spielt. Der Spannungsbogen in dieser Geschichte breitet sich über das ganze Buch aus. Geschickt lässt er immer wieder mal frische Charaktere die Geschichte einfließen, die immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Der Autor hat es geschafft mich an ein Genre zu fesseln, welches eigentlich für mich außen vor steht. Das liegt hauptsächlich an der Geschichte und an dem Erzählstil von Holger Weinbach. Nie verrät er zuviel und so hat man genug zu tun und das Kopfkino kann arbeiten. Er hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf und treibt die Geschichte so voran.
Leider endet das Buch mit einem Cliffhänger und so müssen sich alle Neugierigen noch etwas gedulden bis der zweite Band der Eiswolfsaga auf den Markt kommt.
Die Covergestaltung halte ich für sehr gelungen und es gibt weitaus mehr preis, als man zuerst denkt. Wir können gespannt sein!

Leseprobe hier

Internetseite des Autoren: Holger Weinbach