Die Astrophysikerin Harriet möchte unbedingt als Astronautin in den Weltraum fliegen. Dazu setzt sie sich den härtesten Tests aus. Will sie damit der Erde entfliehen?
In der Schule verspottet und von ihrer Jugendliebe gedemütigt entwickelt sie eine gewisse Gefühlskälte. Sie hat sich selbst auf funktionieren und Gefühle ignorieren gedrillt. Sich ein Leben mit Ash und dessen Sohn Ben eingerichtet, wohlgeordnet und pragmatisch. Doch als Ash genau die Frau ihrer einstigen Jungendliebe, Peter, anfährt gerät ihr Leben aus den Fugen.
Die Selbstlügen drohen sich jetzt gegen sie zu wenden, über den herben Verlust ihrer Jugendliebe ist sie nie hinweg gekommen. Und die längst vergessene Liebe blüht wieder auf.
Was passiert, wenn ein Ingenieur, eine Astrophysikerin, einen Pfarrer und eine Künstlerin aufeinandertreffen. Was passiert, wenn sich aus den Paaren, neue Paarungen entwickeln.
Mir scheint Ulrike Draesner schaut amüsiert dabei zu, wie sich die Geschichte der Vier entwickelt.
Dazu lässt sie immer wieder Technik, Wissenschaft und Glaube und Liebe gegeneinander antreten. Leider ist die Mehrdeutigkeit in diesem Roman fast unmerklich und geht in den alltäglichen Dialogen unter. Hier wäre etwas mehr besser gewesen. Mir ist “Vorliebe” an vielen Stellen einfach zu kühl gehalten, etwas mehr wärme hätte der anrührenden und schwierigen Liebesgeschichte gut getan, natürlich ohne dabei in Klischees zu verfallen.
Fazit: Dennoch ein absolut lesenswertes Buch für, besonders für Leser die sonst nicht gern Liebesgeschichten lesen.

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